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Alles Meins?! Oder Deins?

Das Urheberrecht: Was Du im Internet darfst – und was nicht.

Nicht alles, was Du im Internet findest, darfst Du einfach so verwenden. Ob und wie Du Texte, Bilder, Musik usw. verwenden darfst, regelt das Urheberrecht.

Was ist das Urheberrecht?
Das Urheberrecht schützt Menschen, die etwas selbst geschaffen haben. Dazu gehören zum Beispiel Texte, Fotos, Bilder, Musik, Songtexte, Videos und Software. Wer solche Inhalte selbst erstellt hat, ist der Urheber.

Beim Urheberrecht geht es darum, etwas – ein Werk – zu erschaffen. Deswegen ist eine Idee alleine nicht urheberrechtlich geschützt. Geschützt ist nur die konkrete Umsetzung der Idee.

Sobald ein Urheber ein Werk erstellt hat, hat er daran automatisch Rechte. Anders als zum Beispiel in den USA muss ein Urheber in Europa das Urheberrecht nirgendwo anmelden oder eintragen lassen. Die Rechte sind einfach da.
Übrigens: Wenn der Urheber stirbt, geht das Urheberrecht auf seine Erben über.

Das Urheberrecht endet erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Danach kann das Werk frei genutzt werden.

  • Welche Rechte hat ein Urheber?
    Nur der Urheber darf entscheiden, ob und wer das Werk nutzen darf und wie es genutzt wird (z.B. kopieren, veröffentlichen, verkaufen).
  • Der Urheber darf bestimmen, ob sein Name im Zusammenhang mit dem Werk genannt wird und wie er genannt wird.
  • Nur der Urheber darf bestimmen, ob und ggf. wie sein Werk verändert werden darf.

Was heißt das, wenn ich Werke aus dem Internet nutzen will?
Du darfst fremde Inhalte nicht einfach benutzen, wenn du keine Erlaubnis hast. Du darfst zum Beispiel nicht einfach,

  • fremde Texte, Bilder, Musik oder Videos ins Internet stellen
  • Bilder von Suchmaschinen kopieren und verwenden
  • Musik in TikTok/YouTube-Videos einbauen
  • Texte einfach übernehmen.

Ausnahmen gelten für private Zwecke sowie den Schulunterricht, die Wissenschaft und Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen und Archive.

Was muss ich machen, damit ich Inhalte nutzen darf?
Wenn Du bestimmte Inhalte nutzen willst, musst Du den Urheber fragen, ob und wie Du sein Werk nutzen darfst. Alternativ kannst Du lizenzfreie Inhalte verwenden. Dazu gehören in der Regel sogenannte Stock Fotos und Videos. Es gibt auch Datenbanken mit lizenzfreier Musik.

Special Note: Das Recht am eigenen Bild
… ist zwar ein eigenes Recht, hat aber Bezug zum Urheberrecht.

Jede Person darf selbst entscheiden, ob und welche Fotos und Videos von ihr veröffentlicht und verbreitet werden. Das bedeutet, dass Du fragen musst, ob die Person einverstanden ist, bevor Du ein Bild von dieser Person veröffentlichst oder verbreitest. Das gilt insbesondere für das Veröffentlichen von Bildern im Internet, auf Social Media und das Verbreiten von Bildern über Messenger-Dienste.

Genauso musst Du gefragt werden, bevor Bilder von Dir veröffentlicht oder verbreitet werden. Du kannst frei entscheiden, ob und ggf. unter welchen Bedingungen Du zustimmst.

Was kann passieren, wenn ich fremde Inhalte im Internet veröffentliche?
Von der Abmahnung und Unterlassungsklage über Schadenersatzforderungen bis hin zu strafrechtlichen Maßnahmen in besonders schweren Fällen – verletzt Du das Urheberrecht, kann es schnell teuer und unangenehm werden. Daher: Fragen kostet nicht – und Quellen angeben auch nicht.